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Firmenportraits, Jubiläen & Ortportraits

Auf Wachstumskurs

Kirchentellinsfurt und Wannweil: Prosperierende Gemeinden mit wechselseitiger Geschichte

07.10.2019
In der Wannweiler Ortsdurchfahrt an der Kreuzung nach Degerschlacht entstand in den 60er Jahren die Aufnahme dieses Ochsen-Gespanns. Repro: Haas

In der Wannweiler Ortsdurchfahrt an der Kreuzung nach Degerschlacht entstand in den 60er Jahren die Aufnahme dieses Ochsen-Gespanns. Repro: Haas

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Eine verkehrsgünstige Lage zwischen Reutlingen und Tübingen ist den beiden Gemeinden Kirchentellinsfurt und Wannweil gemein. Eine gute Infrastruktur, zu der auch viele mittelständische Betriebe beitragen, ein reges Vereinsleben, Schulen, und eine verlässliche Kinderbetreuung, die die Bedürfnisse von jungen Familien berücksichtigen, haben ebenfalls dazu beigetragen, dass die beiden Orte in den vergangenen 40 Jahren stetig gewachsen sind. Kirchentelllinsfurt zählt heute über 5611 Einwohnern. Die Gemeinde Wannweil, die zum Landkreis Reutlingen gehört, zählt 5295 (Stand 31. Dezember 2018) Einwohner. Im Jahr 1971 waren es noch 829 Einwohner.
    

Geschichte erleben lässt sich im Schloss in Kirchentellinsfurt, einem der einprägsamsten und ältesten Gebäude des Ortes. Luftbild Archiv: Manfred Grohe
Geschichte erleben lässt sich im Schloss in Kirchentellinsfurt, einem der einprägsamsten und ältesten Gebäude des Ortes. Luftbild Archiv: Manfred Grohe

Kirchentellinsfurt

Das heutige Dorf Kirchentellinsfurt ist aus zwei Siedlungen zusammengewachsen: Kirchen – wurde 1007 zum ersten Mal erwähnt – und „Tälisfurt“, ein kleiner Weiler mit paar Fischerhütten und einer Mühle. Die Besitzverhältnisse änderten sich im Laufe der Geschichte: Die Orte gehörten zu Bayern, zur Grafschaft Hohenberg, zum Kloster Bebenhausen oder zu Österreich. Der Name Kirchentellinsfurt setzte sich erst im 16. Jahrhundert durch. 1525 kaufte der Kanzler von Tirol und Vorderösterreich, Beatus Widmann, alle Herrschaftsrechte und Güter auf. Sein Sohn Hans Jakob Widmann folgte als Ortsherr nach und baute um 1560 das Schloss. Die Diamantmalerei an der Tür zum Rittersaal stammt noch aus dieser Zeit. 1593 wurde Kirchentellinsfurt an Herzog Ludwig von Württemberg verkauft, damit erfolgte die Einführung der Reformation in Kirchentellinsfurt. Das Schloss überließen die Württemberger Herzögen 1602 ihrem Forstmeister Peter Imhof, dessen Nachkommen es gegen Ende des 18. Jahrhunderts an Kirchentellinsfurter Bauern verkauften. Sichtbares Zeichen einer neuen, modernen Zeit wurde für das Dorf, dem 1829 das Hofgut Einsiedel eingegliedert worden war, der Anschluss an das Eisenbahnnetz mit dem Bau des Bahnhofs 1861 und die dadurch initiierte Industrialisierung.

Wannweil

Die Wannweiler Evangelische Johanneskirche ist vermutlich eine der ältesten Kirchen in Württemberg, gebaut im 11. oder 12. Jahrhundert. In der Südmauer der Kirche befindet sich die Kopie eines vorromanischen Steines, der in seinen Verzierungen die heidnischen Symbole eines Drachens mit dem christlichen Kreuz verbindet. Der Name Wannweil kommt nach einer Urkunde aus dem Jahr 1275 von dem Begriff Wyle bi Betzingen. Erst 1465 erscheint der Name Wannwyle. 1333 verkaufte Albrecht von Blankenstein den „Widdumhof“ (Wohnhof) samt Patronatsrecht der Wannweiler Kirche dem Spital in Reutlingen. Damit befand sich Wannweil weitgehend in Reutlinger Besitz und teilte fortan auch alle Geschicke der freien Reichsstadt. Im Jahre 1802/03 fiel Wannweil mit der Stadt Reutlingen an das Königreich Württemberg, wo es zum Oberamt Reutlingen gehörte.
  

Wie es früher war

Diese Verlagssonderveröffentlichung ist der Auftakt für eine dreiwöchige Zeitreise durch die Gemeinden Wannweil und Kirchentellinsfurt. Unsere Redaktion forscht in der Historie und berichtet drei Wochen lang regelmäßig im Lokalteil des Schwäbischen Tagblatts/ Neckar Chronik darüber. Lassen Sie sich überraschen!

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