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Neubau, Umbau & Sanierung

Betreut leben in gewohnter Umgebung

Ein Modellprojekt: die neue Wohngemeinschaft für ältere Menschen in Tübingen-Hirschau

08.12.2019
Ein einzigartiges Bauprojekt wurde in Hirschau verwirklicht: Im Erdgeschoss des Neubaus ist eine Wohngemeinschaft für elf ältere Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf eingerichtet. In den beiden darüberliegenden Geschossen befinden sich sieben Wohnungen für geflüchtete Familien. Mit seinen unterschiedlichen Höhen und der Gliederung der Bauteile wirkt das Gebäude offen und lebendig. Die Außenbereiche werden derzeit noch angelegt. Bilder: Uhland2, nestbau AG

Ein einzigartiges Bauprojekt wurde in Hirschau verwirklicht: Im Erdgeschoss des Neubaus ist eine Wohngemeinschaft für elf ältere Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf eingerichtet. In den beiden darüberliegenden Geschossen befinden sich sieben Wohnungen für geflüchtete Familien. Mit seinen unterschiedlichen Höhen und der Gliederung der Bauteile wirkt das Gebäude offen und lebendig. Die Außenbereiche werden derzeit noch angelegt. Bilder: Uhland2, nestbau AG

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Eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Ältere und Wohnungen für geflüchtete Familien unter einem Dach: Es ist ein außergewöhnliches Bauprojekt, das in der Hohenberger Straße 17 in Hirschau fertiggestellt wurde. 

„Zuhause in Hirschau“ heißt das Projekt, das auf dem ehemaligen Grundstück der evangelischen Christuskirche gebaut wurde. Im Erdgeschoss wurde eine Pflege-Wohngemeinschaft für ältere Menschen eingerichtet. In den beiden Stockwerken darüber befinden sich sieben Wohnungen einer Baugemeinschaft von überwiegend Hirschauer Bürgern. Diese Wohnungen werden in den ersten zehn Jahren von der Stadt Tübingen angemietet, die dort geflüchtete Menschen im Rahmen des „Anschlusswohnens“ unterbringt. Die Wohngemeinschaft im Erdgeschoss ist insbesondere für ältere Menschen aus Hirschau konzipiert, die Hilfen, Unterstützung und Begleitung im Alltag brauchen, aber in ihrer örtlichen Umgebung bleiben möchten. Das neue Gebäude mit seiner zentralen Lage und den kurzen Wegen ins Ortszentrum bietet dafür die besten Voraussetzungen.
  

Zeeb + Frisch Gmbh
Panzer und Oberdörfer, Freie Architekten

Ein besonderes Projekt

Als „Projekt mit besonderer Herausforderung“ beschreibt Architekt Gerd-Rüdiger Panzer den Neubau. „Ängste der Anwohnerschaft in Bezug auf die Wohnungen für Geflüchtete, die Kombination mit einer ambulanten WG für Ältere und auch die Verträglichkeit des Bauvolumens mit der Umgebungsbebauung – um all diesen Punkten gerecht zu werden, hat sich der Planungsprozess hingezogen.“


"Wir sind sehr froh über die Unterstützung, die wir von kirchlicher Seite, aber auch von der Ortschaft und der Stadt Tübingen erhalten haben."

Gunnar Laufer-Stark, Vorstand nestbau AG


Im Ergebnis haben alle Beteiligten die Herausforderungen des komplexen Bauvorhabens erfolgreich gemeistert. Mit seiner Entwurfsidee hat Architekt Panzer die Gebäudeteile vertikal getrennt. Die Mitte wird mit Eingangsbereich und zwei zueinander geneigten Pulthäusern definiert. Von hier finden seitliche Höhenstaffelungen nach außen statt. Das Erscheinungsbild der Häusergruppe bindet sich gut in die Umgebung ein.

Betreut leben in gewohnter Umgebung Image 1

Der Neubau wurde in Massivbauweise erstellt und ist unterkellert. Wegen des schwierigen Untergrunds steht er auf 38 Betonpfählen. Das Gebäude ist als Niedrigenergiehaus nach KfW-Effzienzhaus-Standard 55 konzipiert. Die Grundheizversorgung erfolgt mit Erdgas, unterstützt durch die Solaranlagen auf der Süddachfläche. Die Stadtwerke Tübingen haben zudem eine PV-Anlage zur Strom-Einspeisung ins Netz installiert. Eine leistungsfähige Lüftungsanlage sorgt für gutes Klima und reduziert die Energiekosten. Die Dächer sind begrünt beziehungsweise mit Solarpaneelen ausgestattet.
  

Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg

Zuhause in Hirschau  

Betreut leben in gewohnter Umgebung Image 2

Die barrierefreie Wohngemeinschaft verfügt über elf Einzelzimmer mit eigenem Bad, die von den Bewohnern individuell eingerichtet werden. Ein 60 Quadratmeter großer Aufenthaltsraum mit Wohn-, Ess- und offenem Küchenbereich ist das Zentrum des gemeinschaftlichen Lebens. Die mit leichtem Versatz angeordneten Flure sind wohnlich gestaltet. In allen Räumen achteten die Planer auf gute Belichtung mit einem hohen Anteil an Tageslicht. Das Erdgeschoss verfügt über zwei für die Bewohner zugängliche Außenbereiche, zudem gibt es ein Gäste-WC sowie einen Abstellraum für die WG-Bewohner im Keller. Die Bauzeit des Gesamtprojektes betrug 14 Monate. Im Januar 2020 können die ersten WG-Bewohner einziehen. Elf ältere Menschen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf werden hier zusammen leben, ihren Alltag gemeinsam mit Alltagsbegleiterinnen gestalten und Unterstützung und Pflege nach Bedarf erhalten. Die Alltagsbegleiterinnen sind tagsüber und auch nachts im Haus anwesend.
  

Tag der offenen Tür am Samstag, 14. Dezember

Interessierte und Neugierige können sich am Samstag, 14. Dezember, über das neue Wohn- und Pflegekonzept informieren und die Räumlichkeiten besichtigen. Von 11 bis 15 Uhr führen Norbert Mätzke vom Wohlfahrtswerk für Baden- Württemberg und Gunnar Laufer-Stark von der nestbau AG durch die Räume der zukünftigen Wohngemeinschaft für ältere Menschen.  

Investor
für die Wohngemeinschaft im Erdgeschoss ist die Tübinger nestbau AG, die in gemeinwohl-orientierte Wohnprojekte investiert – zuletzt in eine von den Angehörigen selbst verantwortete Wohngemeinschaft für demenziell Erkrankte im Tübinger Güterbahnhofsareal.
www.nestbau-ag.de

Träger
der Hirschauer Wohngemeinschaft ist das Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg, ein großer, innovativer Altenhilfeträger mit 200-jähriger Tradition.
www.wohlfahrtswerk.de

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