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Firmenportraits, Jubiläen & Ortportraits

Eine gute Mischung

Die Gemeinde Eutingen im Gäu präsentiert sich sehr gut aufgestellt

29.07.2019
Der Weitinger Fasnetsumzug war schon immer einzigartig. Diese Aufnahme wurde Ende der 1950er-/Anfang der 1960er-Jahre gemacht. 2020 feiert der Narrenverein „Bettschoner“ sein 90-jähriges Bestehen mit der Ausrichtung des Ringtreffens. Bild: Hermann Nesch

Der Weitinger Fasnetsumzug war schon immer einzigartig. Diese Aufnahme wurde Ende der 1950er-/Anfang der 1960er-Jahre gemacht. 2020 feiert der Narrenverein „Bettschoner“ sein 90-jähriges Bestehen mit der Ausrichtung des Ringtreffens. Bild: Hermann Nesch

Die Gemeinde Eutingen im Gäu besteht aus den vier Ortsteilen Eutingen, Göttelfingen, Rohrdorf und Weitingen. Die vor der Kommunalreform selbstständigen Gemeinden können auf eine reichhaltige Geschichte zurückblicken. Die SÜDWEST PRESSE unternahm mit Eutingens Bürgermeister Armin Jöchle eine Zeitreise durch die Gäu-Gemeinde. 

Obwohl die Gemeinde Eutingen nach wie vor ländlich geprägt ist, spielt die Landwirtschaft schon lange nicht mehr die Rolle früherer Jahrzehnte. „Heute gibt es fast keine Misten mehr in den Orten“, gibt Jöchle ein anschauliches Bild für diesen Strukturwandel.


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Infrastruktur

Was die öffentliche Infrastruktur angeht, ist Eutingen im Gäu gut aufgestellt. „Das Einkaufsverhalten hat sich natürlich verändert“, meint Jöchle. Dennoch ist die Versorgung mit dem täglich Notwendigen zumindest in Eutingen und Weitingen gegeben. Mit dem Edeka, der in Eutingen am Ortsausgang Richtung Ergenzingen entstehen wird, verbessern sich die Einkaufsmöglichkeiten in der Gemeinde nachhaltig.

In Eutingen im Gäu haben Bildung und Betreuung einen hohen Stellenwert. In den kommunalen und kirchlichen Kindergärten werden die jüngsten Gemeindemitglieder sehr gut betreut. Mit der Grundschule Eutingen mit Lehrschwimmbecken und der Außenstelle Weitingen ist auch für die älteren Kinder gut gesorgt. Was die Senioren anbelangt, entsteht derzeit ein 60 Plätze umfassendes Pflegeheim in Eutingen, das im Herbst eröffnet wird. Auch für das „Adler“-Areal in Weitingen könnte sich Jöchle unter Umständen eine Einrichtung für Betreutes Wohnen vorstellen. „Wir sind hier auf einem guten Weg“, erklärt der Eutinger Bürgermeister, „derzeit sind wir an der Vermarktung.“


Auf einen Blick

Wichtige Daten in der Geschichte Rohrdorfs und Weitingens:

770
Rohrdorf wird erstmals
im Lorscher Schenkungsbuch genannt. um

850
Erste urkundliche Nennung von Weitingen in einer nicht mehr erhaltenen Schenkungsurkunde an das Kloster Reichenau.

1975
Am 1. Januar schließt sich Weitingen der Gemeinde Eutingen im Gäu an.


Wohnen

In allen vier Ortsteilen stehen Baugebiete hoch im Kurs. Das Neubaugebiet „Seite“ in Weitingen wurde stark nachgefragt. Derzeit entstehen die Baugebiete „Vollmaringer Weg“ in Eutingen, „Täle“ in Göttelfingen und „Horber Weg“ in Rohrdorf. „Beim Thema Wohnen ist es für uns als Kommune immer schwer, den Spagat zwischen dem Ausweis von Neubaugebieten und der Sanierung der Ortskerne zu schaffen“, erläutert Jöchle. Als gelungene Beispiele nennt er das ortsbildprägende Wohn- und Geschäftshaus in der Göttelfinger Ortsmitte, den Gebäudekomplex „Cengiz“ in Eutingen sowie die Gestaltung rund um das Weitinger Rathaus mit der schönen Freitreppe.
  

Die Sportfreunde Rohrdorf wurden im Jahr 1951 aus der Taufe gehoben. Das Gründungsfest wurde 1952 gefeiert. Das Bild zeigt den Festzug zum Sportplatz: vorne die 1. Mannschaft, dahinter die 2. Mannschaft (aus dem Band „Bilder aus alter Zeit – Eutingen im Gäu“).
Die Sportfreunde Rohrdorf wurden im Jahr 1951 aus der Taufe gehoben. Das Gründungsfest wurde 1952 gefeiert. Das Bild zeigt den Festzug zum Sportplatz: vorne die 1. Mannschaft, dahinter die 2. Mannschaft (aus dem Band „Bilder aus alter Zeit – Eutingen im Gäu“).

Verkehr

„Der Bahnhaltepunkt ‚Eutingen-Nord‘ wird zum Fahrplanwechsel im Dezember dieses Jahres eingeweiht“, legt sich Jöchle fest. „Die Aufträge sind erteilt und die Voraussetzungen unsererseits, die neue Straße zwischen Eutingen und Göttelfingen und der beleuchtete Radweg von Göttelfingen zum Bahnhaltepunkt, geschaffen.“

Was den ÖPNV anbelangt, würden im Rahmen des Nahverkehrsplans des Landkreises Freudenstadt Gespräche geführt werden, den Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) bis nach Eutingen auszudehnen, um so ein attraktiveres Angebot für Bahnfahrer zu erreichen.
  

Gewerbe

Die Gemeinde Eutingen verfügt über eine gute Gewerbestruktur. Im Bereich des Bahnhofs ist es nach dem Bürgerentscheid zum KVT immer noch nicht klar, wo der Weg hinführen wird. Es geht hier um Freistellungsverfahren der Bahn um Gewerbeflächen zu veräußern.

Was die Gewerbegebiete anbelangt, gibt es fast keine freien Flächen mehr. „Der neue Gemeinderat muss sich hier Gedanken machen, ob es überhaupt Sinn macht, größere gewerbliche Flächen auszuweisen“, konstatiert Jöchle. „Auch im Hinblick auf den Klimawandel und die damit verbundenen Diskussionen ist ein Meinungsbildungsprozess zusammen mit der Bevölkerung unabdingbar.“

Die Gemeinde Eutingen im Gäu wächst stetig. Waren es beim Zusammenschluss der vier Flecken zur Gesamtgemeinde 1975 noch 3700 Einwohner, betrug die Zahl im Jahr 1991 – dem Amtsantritt Jöchles – bereits 4400. Heute leben 5844 Bürgerinnen und Bürger in der Gesamtgemeinde, davon 2349 in Eutingen, 946 in Göttelfingen, 795 in Rohrdorf und 1754 in Weitingen.

Und die Zukunft? „Da freuen wir uns erst einmal auf die 1250-Jahr-Feier Rohrdorfs im nächsten Jahr“, sagt Jöchle.
  

Wie es früher war

Diese Verlagssonderveröffentlichung (Teil 1 erschien am 13. Juli mit dem Fokus auf Eutingen und Göttelfingen) ist eine Zeitreise durch Eutingen im Gäu: Unsere Redaktion forscht in der Historie und berichtet noch eine Woche lang regelmäßig im Lokalteil der Neckar-Chronik über die Ortsteile Eutingen und Göttelfingen. Ab nächste Woche stehen ebenfalls drei Wochen lang Rohrdorf und Weitingen im Fokus unserer Redaktion. Lassen Sie sich überraschen!

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