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Bauen, Wohnen & Garten

Förderprogramme für Dachfenster

Dank staatlicher Förderungen können Bauherren beim Austausch 20 Prozent der Kosten sparen.

23.11.2020
Große Dachfensterverwandeln den Dachraum in einen komfortablen und behaglichen Wohnraum. Bild: Velux  

Große Dachfensterverwandeln den Dachraum in einen komfortablen und behaglichen Wohnraum. Bild: Velux  

Bauherren stehen seit diesem Jahr neue Möglichkeiten zur Verfügung, staatliche Förderung für den Einbau oder Austausch von Dachfenstern zu nutzen. Neben den Programmen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) lassen sich nun auch über steuerliche Maßnahmen Fördergelder beanspruchen. So spart man beim Dachfenster-Austausch mindestens 20 Prozent der Kosten für Produkte und Handwerkerleistungen. Voraussetzung sind Fenster mit einem sehr guten Wärmedämmwert.

Dank einer Erneuerung des Einkommensteuergesetzes (EstG) lassen sich Dachsanierungen seit 2020 mit Hilfe von Steuerermäßigungen fördern. Insgesamt unterstützt der Staat Bauherren mit 20 Prozent der Kosten für Produkte und Handwerkerleistungen bis zu einer Maximalsumme von 40 000 Euro. Die Summe wird nicht einmalig ausgezahlt, sondern in der Steuererklärung über drei Jahre jeweils anteilig geltend gemacht. Bedingung ist unter anderem, dass die Bauherren sich vom durchführenden Fachunternehmen eine Bestätigung der Sanierung in Form der sogenannten Fachunternehmererklärung ausstellen lassen.
       

Alternativ können Bauherren die Förderungen der KfW für Sanierungsarbeiten am Dach in Anspruch nehmen. Energetische Sanierungen unterstützt die KfW etwa mit einem Zuschuss von bis zu 48 000 Euro für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder mit bis zu 10 000 Euro für Einzelmaßnahmen. Über das Programm 152 vergibt sie außerdem Darlehen von bis zu 50 000 Euro zu einem jährlichen Zinssatz von 0,75 Prozent. Zum Kredit gibt die KfW einen Tilgungszuschuss von 20 Prozent der Gesamtsumme. Ergänzen lässt sich die KfW-Förderung darüber hinaus noch durch regionale Maßnahmen.

Ein gut gedämmtes Dach hält Hitze draußen und schützt gleichzeitig vor dem Auskühlen der Räume. Keine Klimaanlage im Sommer und weniger Heizen im Winter bedeutet nicht nur eine finanzielle Erleichterung, sondern trägt über den gesunkenen Verbrauch von Strom, Heizöl oder Erdgas zum ressourcenschonenden Umgang mit der Umwelt und nachhaltigeren Wohnen bei. Gleichzeitig lässt sich die Gelegenheit nutzen, um mit zusätzlichen Dachfenstern mehr Tageslicht und damit auch mehr Wohlbefinden in das Dachgeschoss zu holen.

Fenstertausch lohnt sich

Voraussetzung für Förderung: gute Isolierung

Modernisiertes Wohnhaus mit Kunststofffenstern. Bild: VFF/hilzinger Fenster  
Modernisiertes Wohnhaus mit Kunststofffenstern. Bild: VFF/hilzinger Fenster  

Die steuerliche Förderung gilt nicht nur für Dachfenster. Generell beim Fenstertausch kann man im Rahmen des Klimaschutzprogrammes 2030 eine steuerliche Förderung für die energetische Gebäudesanierung geltend machen: 20 Prozent ihrer Sanierungskosten können Eigenheimbesitzer und Modernisierer direkt von der Steuerschuld absetzen. Zur Förderung muss ein bestimmtes Maß an Wärmedämmung erreicht werden. Daher müssen die Fenster gut isoliert sein und einen U-Wert von in der Regel besser 0,95W/(m²K) haben oder unterschreiten. Dies garantiert meist eine Dreifachverglasung.

Wie die Fördervoraussetzungen aussehen und was man im Einzelnen tun muss, erfahren Haus- und Wohnungsbesitzer vom gut informierten Fensterfachbetrieb. Auch die Hinzuziehung eines Energieberaters beziehungsweise eines Sachverständigen macht Sinn. Quelle: Verband Fenster + Fassade


Warme Füße inklusive

Kellerdeckendämmung verbessert Wärmeschutz und Wohnraumklima.

Warme Füße inklusive – eine nachträgliche Kellerdeckendämmung führt zu einer Verbesserung des Wärmeschutzes und des Wohnraumklimas. Bild: Heck Wall Systems
Warme Füße inklusive – eine nachträgliche Kellerdeckendämmung führt zu einer Verbesserung des Wärmeschutzes und des Wohnraumklimas. Bild: Heck Wall Systems

Auch bei optimal gedämmten Außenwänden bleiben oft die Füße kalt. Die Ursache findet sich meist im Keller. Denn besonders in Altbauten ist eine Kellerdeckendämmung nur selten vorhanden und Wärme fließt ungehindert ab. Eine nachträgliche Kellerdeckendämmung führt zu einer Verbesserung des Wärmeschutzes und des Wohnraumklimas.

Das erstes Wärmedämm-Verbundsystem mit der höchsten Brandschutzklasse A1 gibt es jetzt auch für die Kellerdecke. Den Kern bildet eine nichtbrennbare Steinwolle-Dämmplatte. Es kommen die gleichen Komponenten zum Einsatz. Die Dämmplatte wird mit weißem Mörtel verklebt und mit einem Armierungsgewebe versehen. Es ist keine spezielle Kellerdecken-Dämmplatte erforderlich.

Keller ist nicht gleich Keller und nicht jedes abgestellte Fahrrad benötigt einen kleinen Palast. Darum gibt es Kellerdeckendämmungen für verschiedene Nutzungszwecke: bis hin zu hochwertigen Systemen aus verklebter Dämmplatte, Armierungsschicht und einem weißen oder farbigen Anstrich. Dann gleicht die gedämmte Decke optisch einer verputzten Wand. Das eignet sich, wenn der Kellerraum beispielsweise als Büro, Gästezimmer oder Sauna genutzt werden soll.

Die seit diesem Jahr geltenden steuerlichen Anreize für energetische Maßnahmen an Häusern, die zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden und älter als zehn Jahre sind, betreffen auch die Kellerdecken-Dämmung. Insgesamt 20 Prozent der Aufwendungen können über drei Jahre hinweg eins zu eins von der Einkommenssteuer abgezogen werden.

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