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Auto & Verkehr

Frühjahrs-Check – der Frischekick fürs Auto

Der Frühjahrs-Check step-by-step

04.03.2019
Mit dem Frühjahrs-Check machten die Fachmänner in der Werkstatt das Auto fit für die warmen Jahreszeiten. Bild: ProMotor

Mit dem Frühjahrs-Check machten die Fachmänner in der Werkstatt das Auto fit für die warmen Jahreszeiten. Bild: ProMotor

Lüften, reinigen, pflegen, auffüllen. So wie wir selbst jetzt die Altlasten des Winters loswerden, braucht auch das Auto eine Frischekur. 

Der Winter mit Salz, Split und Frost haben Spuren am Auto hinterlassen, die schnellstmöglich beseitigt werden müssen. Sicherheit und Werterhalt stehen auf dem Spiel. Auch teure Schäden am Unterboden oder an der Auspuffanlage können eine Folge sein. 

Vieles können Autofahrer in Eigenregie erledigen, von Arbeiten an der Technik sollten sie aber die Finger lassen.

Vor der Haustür

Da staunen selbst die Autobesitzer nicht schlecht, was sie da alles im Winter mitgeschleppt haben: Schneeketten, Decken, Spaten, Scheibenfrostschutz. Die Schwergewichte müssen raus, sie kosten unnötig Sprit.

Autohaus Kimmerle

Bei der Gelegenheit ist der Blick nach Feuchtigkeit besonders unter den Fußmatten Pflicht. Nasse Autoteppiche werden über der Heizung getrocknet, zugestopfte Entlüftungsschlitze im Kofferraum freigelegt. Zeitungspapier zieht die Nässe aus dem Teppichboden. Die Klimaanlage erledigt nach kräftigem Lüften später den Rest.

An der Waschanlage

Einmal das Komplettprogramm, bitte! Mit Unterbodenwäsche und -versiegelung, Vor- und Hauptwäsche, Heißwachs. Die Felgen erhalten mit einem speziellen Reiniger wieder Glanz. Und da hilft kein Jammern: Es wird innen gesaugt und weiter geputzt – Teppich und Cockpit. Besonders der durch die Heizungsluft verursachte Schleier auf den Innenscheiben muss verschwinden. Ideale Hilfsmittel sind Haushalts-Glasreiniger und Küchenrolle.

Ist soweit alles piccobello, gehen die Augen auf Spurensuche: Gibt es Blessuren im Blech, Steinschläge in der Scheibe? Haben die Scheibenwischer Risse, die Reifen Beulen? Funktionieren Beleuchtung und Hupe? Mängel landen auf der Agenda für die Werkstatt.

In der Werkstatt

Auf der Hebebühne wird schnell klar, wie Auspuff, Unterboden, Achsen, Stoßdämpfer oder Bremsen den Winter überstanden haben. Schäden müssen ausgebessert, wenn nötig der Unterbodenschutz teilweise nachgebessert werden.

Die luftige Höhe bietet beste Möglichkeit auch für den Wechsel auf Sommerreifen. Zustand (Risse, Beulen), Alter (maximal 8 bis 10 Jahre) und Profil (mindestens 3 Millimeter) werden geprüft, Pneus mit Reifendruck-Kontrollsystem von den Profis neu angelernt.

Das alles gilt natürlich auch für Allwetterreifen. Später gibt’s den richtigen Luftdruck mit auf den Weg. Was viele Autofahrer nicht wissen: Auf Eco eingestellte Reifen mit RDKS müssen auch so wieder gefüllt werden, sonst leuchtet permanent die Kontrolllampe.

Wieder auf dem Boden der Werkstatt startet der Technik-Check unter der Motorhaube: Batterie, Elektrik, Lampen, Flüssigkeiten für Bremsen, Motor, Kühler und Scheibenwaschanlage – alles kommt mit dem Know-how der Werkstatt auf den Prüfstand.

Müffelt es im Auto, könnte es am zugesetzten Innenraumfilter oder an einer schlecht gewarteten Klimaanlage liegen. Allergiker wechseln den Pollenfilter jährlich am besten gleich gegen einen Aktivkohlefilter.

Ob eine Motorwäsche nötig ist, entscheidet der Fachmann. Auch nur der sollte an den Hochdruckreiniger – zu sensibel ist die Elektronik. Weniger ist hier mehr.

Alles klar für die Politur, die Wachs- oder Nanoversiegelung? Nicht ganz. Kleine Dellen, Steinschläge oder Schrammen auf dem Lack verschwinden vorher mit Politur oder Smart-Repair. Auch Schäden in der Windschutzscheibe und an den sensiblen Kunststoffgläsern der Beleuchtung lassen sich schnell und günstig reparieren. So kann der Frühling kommen.


Gegen dicke Luft

Klimatisieren - aber richtig

Prima Klima im Auto bei jedem Wetter: Die Klimaanlage sorgt nicht nur für die Wunschtemperatur, sondern hält auch Pollen, Staubpartikel und Co. draußen. Bild: djd/Robert Bosch GmbH
Prima Klima im Auto bei jedem Wetter: Die Klimaanlage sorgt nicht nur für die Wunschtemperatur, sondern hält auch Pollen, Staubpartikel und Co. draußen. Bild: djd/Robert Bosch GmbH

Vor einigen Jahren noch waren sie ein Luxus-Extra, heute zählen Klimaanlagen selbst in Kleinwagen häufig zur Serienausstattung. Wer sich einmal an den Komfort gewöhnt hat, wird ihn nicht mehr missen wollen. Zudem erhöht ein angenehmes Fahrzeugklima die Sicherheit, gerade an heißen Sommertagen. Auf diese Weise bleibt der Fahrer selbst bei hohen Außentemperaturen jederzeit konzentriert. Allerdings sollte man es mit der Abkühlung nicht übertreiben. Weniger ist mehr, so lautet die Devise: Eine Differenz von rund fünf Grad zwischen Innen- und Außentemperatur wird empfohlen - sonst handelt man sich schnell eine Erkältung ein.

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