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Firmenportraits, Jubiläen & Ortportraits

Imposante Geschichte

Vöhringen und Wittershausen damals und heute: ein historischer Abriss

01.11.2019
Beim Kinderfest 1952 in Vöhringen. Bild: Gemeinde Vöhringen

Beim Kinderfest 1952 in Vöhringen. Bild: Gemeinde Vöhringen

Vöhringen und Wittershausen blicken auf eine abwechslungsreiche Historie zurück. Im Folgenden lesen Sie einen kurzen Abriss der Ortsgeschichte der heute eine Gemeinde bildenden Flecken mit insgesamt rund 4300 Einwohnern, wovon auf Wittershausen etwa 915 entfallen.  

Vöhringen  

Die Vöhringer Markung ist ein uraltes Siedlungsgebiet. Eine Römerstraße führte von Sulz-Kastell durch Vöhringen über den Hasenbühl nach Lautlingen. Erstmals geschichtlich erwähnt wurde Vöhringen in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch vom 19. Mai 772.

Herr über Vöhringen wurde das Geschlecht derer von Teck. Unter ihrer Herrschaft entstand eine Burg auf der Burghalde bei Vöhringen. 1306 kam das Dorf zusammen mit der Herrschaft Rosenfeld an Württemberg. Kirchlich war Vöhringen Filial von Bergfelden. 1463 zur Pfarrei erhoben, erhielt die Gemeinde ein größeres Gotteshaus, St. Peter geweiht, das dann 1773 durch Erweiterung seine heutige Gestalt erhielt. 1534 wurde, wie im ganzen Herzogtum, auch hier die Reformation eingeführt. 1634, mitten im Dreißigjährigen Krieg, wurde Vöhringen mit dem ganzen Mühlbachtal von plündernden Kriegsvölkern heimgesucht.

1805 mussten Vöhringer Bürger mit Napoleon nach Russland marschieren. 17 waren ausmarschiert, nur einer kam zurück. 1816/17 herrschte infolge außergewöhnlich schlechter Witterung und dadurch bedingter Missernte schwere Hungersnot.

Die Notjahre mit weiteren Missernten und großer Teuerung zwangen in den 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts viele Bürger zur Auswanderung nach Westpreußen, Südrussland und später auch nach Amerika. Bis 1869 suchten dort 92 Vöhringer eine bessere Zukunft. Schwere Wunden schlugen der Erste und Zweite Weltkrieg.
   

Konfirmation 1946 in Witterhausen. Bild: Ortsverwaltung
Konfirmation 1946 in Witterhausen. Bild: Ortsverwaltung

Wittershausen

Das seit 1. Mai 1972 einen Ortsteil von Vöhringen bildende Wittershausen wird erstmals im Jahre 1139 erwähnt. Es kann aber angenommen werden, dass das Dorf schon im 9. Jahrhundert bestand. Bevor das Kloster Alpirsbach hier Besitztum erhielt, gehörte Wittershausen den Herzögen von Teck. Durch die Reformation kam das Dorf an Württemberg. Im Dreißigjährigen Krieg war das Dorf fast ausgestorben. Der wohl berühmteste Sohn Wittershausens ist der 1604 hier geborene Johann Christoph Hengheer. Die zwei Weltkriege dieses Jahrhunderts brachten für den Ortmanches Leid.
  


Auf einen Blick

Wichtige Daten in der Geschichte der Gemeinde Vöhringen:

772
Vöhringen wird am 19. Mai 772 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch erstmals erwähnt.

1139
Wittershausen wird erstmals genannt.

1972
Am 1. Mai kommt Wittershausen als Ortsteil zur Gemeinde Vöhringen.

Wie es früher war

Diese Verlagssonderveröffentlichung ist der Auftakt für eine Zeitreise durch Vöhringen: Unsere Redaktion forscht in der Historie und berichtet zwei Wochen lang regelmäßig im Lokalteil der Neckar-Chronik darüber. Lassen Sie sich überraschen!

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