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Familie, Fitness & Gesundheit

Keine Schonung

Arthrose: Tipps vom Experten für die Gelenkgesundheit

07.03.2019
Fließende Bewegungsabläufe wie beim Tai Chi oder Qi Gong sind bei Arthrose besonders empfehlenswert.                 Bild: djd/CH-Alpha-Forschung/luengo_ua_fotolia

Fließende Bewegungsabläufe wie beim Tai Chi oder Qi Gong sind bei Arthrose besonders empfehlenswert.                 Bild: djd/CH-Alpha-Forschung/luengo_ua_fotolia

Mit mehr als fünf Millionen Betroffenen in Deutschland ist Arthrose die häufigste chronische Gelenkerkrankung – Tendenz steigend. Neu ist, dass nicht nur Menschen in hohem Alter daran leiden, wie Dr. Wolfgang Grebe, Internist und Sportmediziner aus Frankenberg (Eder), erklärt. Auch schon in jüngeren Jahren könnten die Gelenke verschleißen, wenn Fehl- und Überbelastungen, langes Sitzen und eintönige Bewegungen die Knorpel schädigen.

Dazu muss man wissen: Im gesunden Zustand werden aufeinandertreffende Knochen von M Gelenkknorpel, der zu 70 Prozent aus Kollagen besteht, umhüllt. Er ermöglicht ein problemloses Gleiten. „Wenn diese Schicht dünner wird oder ganz aufgebraucht ist, geht die Pufferfunktion verloren und Entzündungen, Schmerzen und später Abnutzung und Arthrose entstehen“, so der Experte. Zwar lässt sich dieser Prozess nicht rückgängig machen, doch man kann den weiteren Verlauf beeinflussen. Dr. Grebe: „Nicht umsonst sagt man: ‚Sitzen ist das neue Rauchen‘, Bewegung ist besonders für Arthrose-Patienten unabdingbar. Denn nur durch Bewegung und Druck kann der Gelenk-Knorpel mit wichtigen Nährstoffen aus der Gelenkflüssigkeit versorgt werden. Sich zu schonen ist also genau das Falsche.“

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Der Facharzt rät zu gelenkfreundlichen Sportarten wie Schwimmen, Aqua-Gymnastik, Radfahren oder Nordic-Walking. Ebenfalls geeignet seien Tai Chi, Qi Gong, Yoga und Tanzen. Zudem würden Krafttraining, Physiotherapie und Krankengymnastik gezielt den Muskelaufbau fördern, sodass die Gelenke weniger Last tragen müssen. „Zu starken Schmerzmitteln mit entsprechenden Nebenwirkungen sollte nur im äußersten Notfall gegriffen werden“, meint Dr.Gebe.


Fit bleiben

Spaß und Erfolg im Fitness-Studio

Viele Fitness-Studios bieten neben dem Gerätetraining auch zahlreiche Kurse an. Bild: © sabine hürdler - Fotolia.com
Viele Fitness-Studios bieten neben dem Gerätetraining auch zahlreiche Kurse an. Bild: © sabine hürdler - Fotolia.com

Auf rund 10 000 Einwohner kommt eine Fitness-Anlage in Deutschland. Es gibt kaum noch Regionen, in denen man auf Fitness verzichten muss. Doch wie findet man als Kunde ein geeignetes Fitness-Studio?

Der DSSV-Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen empfiehlt Kunden, verschiedene Kriterien zu berücksichtigen, um das passende Fitness-Studio zu finden:

• Vereinbaren Sie ein Probetraining. Nehmen Sie darüber hinaus gegebenenfalls auch an einem Gruppentraining teil, um herauszufinden, ob Ihnen das Angebot zusagt.

• Führen Sie einen Eingangs-Check durch und lassen Sie sich in den Umgang mit den Geräten einweisen. Unter Berücksichtigung Ihrer Wünsche sollte dann ein optimaler Trainingsplan erstellt werden.

• Lassen Sie sich vor Aufnahme eines Trainings von einem Arzt durchchecken, wenn Sie seit langer Zeit keinen Sport getrieben haben, älter als 45 Jahre alt sind oder chronische Gesundheitsbeschwerden haben.

Nahezu alle großen Krankenkassen in Deutschland unterstützen ihre Kunden in Form von Bonuspunkten oder Geldprämien beim regelmäßigen Besuch eines Fitness-Studios. Details können bei der jeweiligen Krankenkasse erfragt werden.

Empfohlen werden Vereinbarungen, die eine Laufzeit von zwölf oder 24 Monaten haben, um Trainingserfolge möglich zu machen. Dabei ist der 24-Monatsvertrag häufig günstiger.

Es wird jedoch empfohlen die längere Vertragslaufzeit mit der individuellen Lebensplanung in diesem Zeitraum abzugleichen. Die Kündigungsfrist sollte sich an der Laufzeit orientieren, jedoch nicht mehr als drei Monate betragen.


Saunaspaß

Bequem zu Hause oder öffentlich?

Keine Schonung Image 1

Saunieren ist gesund und tut der Seele gut. Wer gerne und regelmäßig sauniert, hat die Möglichkeit, die Annehmlichkeiten einer öffentlichen Sauna zu genießen mit allem, was dazu gehört. Oder er kann sich zuhause eine Sauna oder eine Infrarot-Kabine einbauen lassen. Beides hat Vorteile: Wer außer Haus geht, bekommt zur Sauna oft noch Dampfbad, Whirlpool, Schwimmbad und andere Annehmlichkeiten dazu.

Hat man die Sauna zu Hause, fällt die Entscheidung, sie zu nutzen, kurzfristiger und hängt nicht von Öffnungszeiten ab. Man hat ausschließlich Menschen um sich, die man sich wünscht, kann seinen eigenen Aufguss machen, die Sauna selbst temperieren und danach mit dem Bademantel aufs Sofa – oder gleich ins Bett.


Mobil trotz Schlaganfall

Stabiler Gang mit Fußhebersystem

Nach einem Schlaganfall leiden Menschen häufig unter einer halbseitigen Lähmung. Dabei wird auch jener Nerv geschädigt, der das Anheben des Fußes steuert. Durch die mangelnde Kontrolle über die Fußhebermuskulatur können Betroffene den Fuß nichtmehr natürlich heben.

Aufgrund des herabhängenden Fußes müssen sie das Bein beim Gehen höher anheben. Für den außenstehenden Beobachter erscheint diese Fußheberschwäche häufig wie eine Bagatellverletzung, doch dadurch wird die komplette Kinematik des Gangs beeinträchtigt. Andere Bereiche des Körpers werden dadurch stark überlastet, weshalb es zu Rücken- oder Schulterproblemen kommen kann. Hier helfen individuell gefertigte oder auch konfektionierte Orthesen. Moderne, in neuester Karbontechnik und in Leichtbauweise gefertigte Orthesen unterstützen die Funktionalität des Beines. Das Gangbild wird stabiler. Als weitere innovative Hilfe empfehlen Experten den Betroffenen das kabellose Fußhebersystem. Dabei wird der Wadenbeinnerv über die Haut durch Impulse stimuliert und die Muskulatur zum Anheben des Fußes aktiviert. Bei langfristiger Anwendung dieses Systems, das vom behandelnden Arzt verordnet und von den Krankenkassen finanziert wird, kann die Fußhebung wieder erlernt und selbstständig ausgeführt werden. Das Gerät wird unauffällig unter der Kleidung am Bein getragen und über eine Fernbedienung gesteuert. Der Patient kann die Stärke der Impulse in Abhängigkeit seiner Tagesform selbst einstellen. Bei jedem Schritt errechnet das System den optimalen Stimulationszeitpunkt und die passende Stimulationsdauer. Es erkennt auch, ob sich sein Träger gerade auf einer Treppe oder einer schiefen Ebene bewegt. Ein weiterer Vorteil dieser Technik: Mit der elektrischen Fußhebeorthese wird Barfußlaufen möglich.

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