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Neubau, Umbau & Sanierung

Komfortable Alternative zum Pflegeheim

32 Wohnungen für ältere Menschen mit Pflegebedarf im Neubau der Friess-Wilhelm-Residenz auf der Tübinger Wanne

09.09.2019
In den Wohnungen der Friess-Wilhelm-Residenz können ältere Menschen mit Pflegebedarf selbstbestimmt und dank digitaler Assistenzsysteme sicher leben. Der mit viel Grün und Naturstein gestaltete Quartiershof soll zumlebendigen Treffpunkt werden für die Bewohner der drei angrenzenden Häuser – neben der Friess-Wilhelm-Residenz das Luise-Wetzel-Stift und das neue GWG-Wohngebäude. Auf der Gartenebene befinden sich die Tagespflege sowie der Mobile Dienst. Bilder: Uhland2

In den Wohnungen der Friess-Wilhelm-Residenz können ältere Menschen mit Pflegebedarf selbstbestimmt und dank digitaler Assistenzsysteme sicher leben. Der mit viel Grün und Naturstein gestaltete Quartiershof soll zumlebendigen Treffpunkt werden für die Bewohner der drei angrenzenden Häuser – neben der Friess-Wilhelm-Residenz das Luise-Wetzel-Stift und das neue GWG-Wohngebäude. Auf der Gartenebene befinden sich die Tagespflege sowie der Mobile Dienst. Bilder: Uhland2

Mit Leben füllt sich derzeit die neue Friess-Wilhelm-Residenz auf der Tübinger Wanne, die zum 1. August fertig gestellt wurde. Der Neubau der Evangelischen Heimstiftung (EHS) ist ein Ersatzneubau für das frühere Friess-Wilhelm-Haus. Das Gebäude aus den 1980er-Jahren konnte die heutigen Anforderungen nicht mehr erfüllen, eine Sanierung kam aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Frage.  

H·H·S

Architektonische Umsetzung

Der Abbruch des alten Gebäudes erfolgte im Dezember 2017, die Grundsteinlegung für den Neubau im März 2018 und Richtfest wurde im September 2018 gefeiert. Nach der Fertigstellung vor gut einem Monat haben die ersten Bewohner ihr neues Zuhause in der Friess-Wilhelm-Residenz bezogen.

Mit der Planung beauftragte die EHS das Tübinger Büro Haefele Architekten, für die Projektleitung war dort Kai Wiese verantwortlich. Als Generalunternehmer fungierte die Münsinger Firma F.K. Systembau.

Das viergeschossige Gebäude wurde in Massivbauweise erstellt. Unter dem Neubau befindet sich eine Tiefgarage mit 13 überbreiten Stellplätzen, vier davon sind behindertengerecht.

Auf der Gartenebene ist auf 240 Quadratmetern die Tagespflege mit 15 Plätzen sowie der Mobile Dienst untergebracht. In den oberen Wohnebenen befinden sich 32 Wohnungen, davon eine kleine mit 32 Quadratmetern, die anderen sind Zwei- bis Dreizimmer-Wohnungen mit Flächen zwischen 50 und 80 Quadratmetern. Alle Wohnungen sind mit einer Einbauküche ausgestattet und verfügen über einen Balkon oder eine Loggia.   

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Barrierefrei am Berg

Eine Herausforderung für die Planer war die Hanglage, auf der der Neubau errichtet wurde. „Wir bauen am Berg“, verdeutlicht Architekt Gottfried Haefele die Situation, „gleichzeitig bedeutet Bauen für Ältere: Barrierefreiheit vom Eingang bis ins Bad.“ Dazu gehörte auch eine sinnvolle Anordnung der Rampen – all dies erforderte eine sorgfältige Planung.

Jederzeit an die frische Luft: Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon oder eine Loggia.
Jederzeit an die frische Luft: Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon oder eine Loggia.

Eine weitere Herausforderung ergab sich aus dem länglichen Baukörper mit seinem zweibündigen Grundriss. Um einen eintönigen Längsflur zu vermeiden, lockerten die Architekten die Flure mit verschiedenen Anordnungen der Wohnungseingänge auf.

Der Neubau ist als Effizienzhaus 55 umgesetzt, das Dach ist begrünt. Beheizt wird das Gebäude über das städtische Fernwärmenetz, im Untergeschoss ist die Übergabestation untergebracht.

Sicher selbständig leben

WohnenPLUS nennt die Evangelische Heimstiftung (EHS) ihre eigens entwickelte Wohnform, die aus verschiedenen, individuell nutzbaren Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangeboten besteht. Gerichtet ist das Angebot an Menschen mit Pflegebedarf. Dieses Konzept setzt die EHS in der neuen Friess-Wilhelm-Residenz um. Die Bewohner leben dort in modernen Pflegewohnungen, die mit der Aladien-Technologie ausgestattet sind.

Aladien steht für Alltagsunterstützende Assistenzsysteme mit Dienstleistungen und wurde von der EHS speziell für Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf entwickelt.
   

Es bedeutet, dass technische Systeme wie eine automatische Licht- und Rollladensteuerung, eine automatische Herdabschaltung, Sturzsensoren oder ein moderner Hausnotruf die Bewohner im Alltag unterstützen. Aladien steuert diesen Mix aus Technik und Dienstleistung über ein bedienerfreundliches, für Senioren optimiertes Tablet, das zur Grundausstattung jeder Wohnung gehört. Je nach Bedarf können Leistungen hinzugefügt oder abgewählt werden.

Die Versorgungssicherheit in der Residenz beschränkt sich nicht allein auf Aladien: Sozialdienst, Verwaltung sowie die Teams der Tagespflege und die Mobilen Dienste kümmern sich tagsüber um die Belange der Bewohner und Gäste. Ein Nachtservice stellt sicher, dass bei Bedarf jederzeit reagiert werden kann.

„Wir bieten damit eine Alternative zum klassischen Pflegeheim, indem wir Menschen mit Pflegebedarf vollständig ambulant in der eigenen Häuslichkeit betreuen“, betont Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der EHS.

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