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Mit Sulzer Narrentag

Die Narrenzunft Fischingen feiert von heute bis Sonntag ihren 30. Geburtstag

31.01.2020
Buzefalus, Hakenmann und Burghexe (v. l. n. r.) sind die Narrenfiguren der Fischinger Narrenzunft. Archivbilder: Karl-Heinz Kuball, Cristina Priotto, Anastasia Vollmer

Buzefalus, Hakenmann und Burghexe (v. l. n. r.) sind die Narrenfiguren der Fischinger Narrenzunft. Archivbilder: Karl-Heinz Kuball, Cristina Priotto, Anastasia Vollmer

Vom heutigen Freitag, 31. Januar, bis einschließlich Sonntag, 2. Februar, feiert die Narrenzunft Fischingen ihr 30-jähriges Bestehen. Einer der Höhepunkte ist der Sulzer Narrentag mit einem großen Umzug am Sonntagnachmittag.

30 Jahre Narrenzunft

Am heutigen Freitag startet das Jubiläum mit einem traditionellen Brauchtumsabend, der um 19.30 Uhr beginnt. Dazu erwarten die Fischinger Gäste aus ehemals hohenzollerischen Landen und darüber hinaus.
    

Am Samstag wird um 16.30 Uhr der Narrenbaum auf dem Rathausplatz gestellt. Danach V stellen sich die Zünfte auf dem Schlossberg in der Brahmsstraße auf, und gegen 18.30 Uhr zieht der Nachtumzug von der Hohenzollernstraße über die Schlossbergstraße in den Herrengarten, bevor auf der Festinsel zur Narrenparty gerufen wird.
  

Was wo ist: die Grafik zum Fischinger Narrenjubiläum. Grafik: Narrenzunft Fischingen
Was wo ist: die Grafik zum Fischinger Narrenjubiläum. Grafik: Narrenzunft Fischingen

Am Sonntag richtet die Fischinger Zunft den Sulzer Narrentag aus, den Umzug der Zünfte aus dem Sulzer Stadtgebiet, der um weitere Gruppen erweitert wird. Um 13.30 Uhr bewegt sich der närrische Lindwurm auf derselben Umzugsstrecke wie am Abend zuvor Richtung Flegga. Anschließend mündet das bunte Narrentreiben in einer Wagenburg, den Besen im Dorf sowie auf der Neckar-Insel.

An allen drei Tagen sind insgesamt über 60 Narrenzünfte und Lumpenkapellen aus der Nachbarschaft und anderen Landesteilen in Fischingen, sogar die Quastenflosser mit Wurzeln im Kloster Fischingen/Schweiz reisen an, um mit den Einwohnern und Besuchern zu feiern.

Während die Narrenzunft Fischingen e. V. erst 1990 gegründet wurde, reicht die Fasnetstradition im katholischen Fischingen natürlichweit zurück.
   

Junge Zunft,altes Brauchtum

Der Fleggadapp am Fasnetsdienstag sowie Bälle der Gaststätten und des Sport- und Musikvereins fanden schon regelmäßig vor Gründung der Zunft statt. Ende der 80er-Jahre hat eine Gruppe der Fischinger Pfadfinder Holzmasken und Kleidle angefertigt, um als Moofanger den eigenen Fleggadapp und die Umzüge der Nachbarschaft zu bereichern. In den 60er- und 70er-Jahren wurde der Fasnetsumzug von den „Vereinten Vereinen“ organisiert, zu denen sich die Fischinger zusammengeschlossen hatten. Damals hatte Fischingen auch noch drei weitere Gaststätten, in denen legendäre Fasnetsbälle stattfanden.

Doch schon zuvor wird in der Chronik von der Fleggafasnet als losem Fasnetstreiben berichtet. Die Narren kamen ins Haus und ließen sich mit Most und Küchle bewirten. Von den Besitzern der Herrschaft Wehrstein wurde „das Mascerenlaufen in der Fasnacht“ im Jahre 1784 verboten.

Im Jahr 1990 wurde schließlich die Gründungsversammlung der Narrenzunft Fischingen abgehalten, mit gleich 105 Gründungsmitgliedern. Noch im selben Jahr wurde die heutige Hauptfigur der Zunft, der Buzefalus vorgestellt. Der Waldgeist gesellte sich damit zur Burghex, beide haben ja auch auf dem Hang der Ruine Wehrstein ihre Heimat. Wenig später machte der Hakenmann als Wassergeist aus dem Neckar das Trio komplett, und die Narrenzunft stellt seither mit rund 350 Mitgliedern den größten Verein im Flegga mit knapp 800 Einwohnern.
    

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