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Sonderthemen

Endlich Raum für alle Aufgaben

Der Erweiterungsbau des Tübinger Landratsamtes ist bezogen.

Eigenständig und doch zum Hauptgebäude dazugehörig: So präsentiert sich der Erweiterungsbau des Tübinger Landratsamtes mit seiner prägnanten Fassade. Bilder: Uhland2
Eigenständig und doch zum Hauptgebäude dazugehörig: So präsentiert sich der Erweiterungsbau des Tübinger Landratsamtes mit seiner prägnanten Fassade. Bilder: Uhland2
Pünktlich zum vorgesehenen Termin konnten die Mitarbeiter ihre neuen Büros im Erweiterungsbau des Tübinger Landratsamtes beziehen – dank einer engagierten Leistung aller Beteiligten, wie Werner Walz, Leiter des Geschäftsbereichs Zentrale Verwaltung, Finanzen und Betriebe im Landratsamt, betont.

Bereits vor zwölf Jahren, als das Landratsamt sein neues Domizil auf den Mühlbachäckern bezog, war absehbar, dass die Räumlichkeiten schnell knapp werden würden. Der Bau des neuen Landratsamtes war schon vergeben, als die Umsetzung der Verwaltungsreform erfolgte, die mit einem großen Personalzuwachs verbunden war. Als dann 2015 der starke Zuzug von Flüchtlingen weitere 140 neue Stellen notwendig machte, war klar: „Diese Anzahl an Mitarbeitern bringen wir nicht mehr unter“, so Walz. Vorübergehend wurden Räume im Gröber-Areal angemietet. Im März 2016 fasste der Kreistag den Planungsbeschluss für den Erweiterungsbau auf der freien Fläche zum Regierungspräsidium hin. Als Generalplaner wurde das Stuttgarter Architekturbüro Auer und Weber beauftragt, das bereits auch das Hauptgebäude realisiert hat. Baubeschluss war im Juli 2016, Spatenstich im Mai 2017. Nun ist das Gebäude bezogen. „Nach heutigem Stand sind wir im Kostenrahmen von 9,5 Millionen geblieben“, betont Werner Walz, „darauf sind wir schon ein bisschen stolz.“
Der Erweiterungsbau ist nicht mit dem Hauptgebäude verbunden, Besucher erreichen das neue Gebäude über die Glashalle im Hauptgebäude. Fliesen, Kiesel und Terrazzo: Das Material Stein dominiert im Treppenaufgang.
Der Erweiterungsbau ist nicht mit dem Hauptgebäude verbunden, Besucher erreichen das neue Gebäude über die Glashalle im Hauptgebäude. Fliesen, Kiesel und Terrazzo: Das Material Stein dominiert im Treppenaufgang.
Nachhaltigkeit als Anspruch

Der viergeschossige Erweiterungsbau beherbergt insgesamt 58 Büros, außerdem Besprechungsräume, einen mittleren Sitzungssaal und einen Seminarraum.

Das Gebäude ist im KfW 55 Niedrigenergie-Standard errichtet. Der Baukörper besteht aus einer Stahlbetonkonstruktion aus Recyclingbeton. Für die Fassadendämmung wurde Mineralfaser gewählt, die Bodenplatte ist mit Glasfaserdämmung versehen. Das Dach ist begrünt.

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Der Neubau ist an das Blockheizkraftwerk des Hauptgebäudes angeschlossen. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt Strom für den Eigenbedarf. Auch im Innenausbau legten die Planer großen Wert auf Nachhaltigkeit und schadstofffreie Materialien. Bei den Türen und der Wandverkleidung dominiert Weißtanne, auf den Böden ist Linoleum verlegt.

Vieles, was sich im Hauptgebäudes bewährt hat, wurde auch im Neubau installiert, teils technisch verfeinert wie beispielsweise die Nachtluftspülung, die für eine natürliche Abkühlung sorgt. 

Econsult

Eine Herausforderung für die Architekten war es, kein Abbild ihres „früheren Werkes“ zu schaffen, gleichzeitig aber den Bezug zum Hauptgebäude darzustellen. Eine Aufgabe, die die Planer mit Bravour gelöst haben: Die horizontal gegliederte Fassade aus eloxiertem Aluminium mit lackierten Lochblechelementen harmoniert mit den Glasfronten des Hauptgebäudes.
Viel Licht und die Holzelemente schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Viel Licht und die Holzelemente schaffen eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Aufgrund der veränderten Hochwasserschutzbestimmungen musste das nicht unterkellerte Gebäude etwas höhergelegt werden, der Eingang ist barrierefrei erreichbar. Parkplätze werden im Außenbereich angelegt. Die Außenanlagen werden im Frühjahr fertiggestellt.



Umzug ist abgeschlossen

Im Erweiterungsbau befinden sich nun die Abteilungen Kreisschulen und Liegenschaften, Landwirtschaft, Eigenprüfung und Kommunalaufsicht sowie Recht und Naturschutz. Für die Kindergartenfachberatung ist ein Seminarraum eingerichtet. Auch die Einsatzzentrale für den Katastrophenschutz hat hier ihr neues Domizil. Für die meisten Kunden des Landratsamtes wird sich nichts ändern: Die Abteilungen mit viel Publikumsverkehr sind nach wie vor im Hauptgebäude untergebracht.

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