Anzeige

Beruf & Bildung

Technologieoffen in die Wärmewende

Die Mitgliedsbetriebe der Tübinger Innung Sanitär und Heizung meistern die Herausforderungen der Zukunft.

24.09.2021
Ein Solarthermie-Systemnutzt die kostenlose Energie der Sonnenstrahlen. Ansprechpartner für die ökologisch sinnvolle Unterstützung der Heizungsanlage sind die Innungsfachbetriebe. Bild: BDH/ZVSHK/txn

Ein Solarthermie-Systemnutzt die kostenlose Energie der Sonnenstrahlen. Ansprechpartner für die ökologisch sinnvolle Unterstützung der Heizungsanlage sind die Innungsfachbetriebe. Bild: BDH/ZVSHK/txn

Fast durchweg positive Signale vermeldet Innungsobermeister Benjamin Schaible von den Mitgliedsbetrieben der Tübinger Innung Sanitär und Heizung. „Die Auftragsbücher sind durchweg voll,“ berichtet er, „nicht zuletzt dank der lukrativen Förderungen im Heizungsbereich.“ Auch das Klimapaket 2020 habe dem Wärmemarkt einen Auftrieb gegeben. „Das CO2-Einsparpotenzial im häusliche Heizungsraum ist extrem hoch. Zudem haben viele Menschen während der Pandemiezeiten auf ihren Urlaub verzichtet – und dafür sind viele Mittel ins Eigenheim geflossen.“ Aber auch der ökologische Gedanke stehe bei vielen Kunden im Fokus, sie wollen bei der Klimawende aktiv mitwirken und investieren in effiziente Anlagen. „Im ländlichen Raum sind eher Pellets mit Solarthermie gefragt, bei Neubauten sind es oft Wärmepumpen, Gas- oder auch Ölhybridheizungen – immer mit regenerativen Komponenten. Je nach Präferenz des Nutzers und der Gebäudevoraussetzungen: „Wichtig ist Technologieoffenheit, um eine individuell optimale Heizungslösung zu finden“, betont Schaible.

Ein altersgerechtes Bad bietet ausreichend Platz ohne Barrieren. Worauf es im Detail ankommt, wissen die Mitgliedsbetriebe der SHK-Innung. Bild: djd/ZVSHK/Grohe
Ein altersgerechtes Bad bietet ausreichend Platz ohne Barrieren. Worauf es im Detail ankommt, wissen die Mitgliedsbetriebe der SHK-Innung. Bild: djd/ZVSHK/Grohe

Auch Badsanierungen sind nach wie vor ein großes Thema. „Es gibt extrem viele unsanierte Bäder. Gerade was Barrierefreiheit betrifft, gibt es im Hinblick auf den demografischen Wandel einen großen Aufholbedarf.“ Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt entsprechende Umbaumaßnahmen mit zinsgünstigen Krediten über das Programm „Altersgerecht Umbauen – Kredit (159)“. Die Zuschüsse aus dem Programm „Barrierereduzierung (455-B)“ sind für 2021 bereits ausgeschöpft. Benjamin Schaible geht aber davon aus, dass sie im kommenden Jahr wieder aufgelegt werden. „Schließlich erspart die bauliche Vorsorge in altersgerechte Bäder später hohe Pflegekosten.


"Was die Klimaziele betrifft, führt kein Weg an unserer Branche vorbei."

Benjamin Schaible
Innungsobermeister


Anspruchsvoller Beruf

Die Ausbildungszahlen bei den Innungsbetrieben sind stabil – mit leichter Tendenz nach oben. „Viele Plätze sind noch unbesetzt“, so der Innungsobermeister. Er schwärmt von seinem Beruf: „Das SHK-Handwerk ist abwechslungsreich, vielseitig, technologisch anspruchsvoll und zukunftsträchtig. Wir sind diejenigen, die die Wärmewende umsetzen. Was die Klimaziele betrifft, führt kein Weg an unserer Branche vorbei.“


Erst mal reinschnuppern

Vor der Ausbildung empfiehlt sich ein Praktikum.

Erst testen, dann bewerben: Immer mehr Auszubildende starten mit einem Schülerpraktikum, um zu prüfen, ob der Wunschberuf tatsächlich passt. Jugendliche, die sich für einen ebenso anspruchsvollen wie krisensicheren Ausbildungsberuf interessieren, können gerne die SHK-Innungsbetriebe kontaktieren und sich um ein Praktikum bewerben. Bild: ZVSHK/txn
Erst testen, dann bewerben: Immer mehr Auszubildende starten mit einem Schülerpraktikum, um zu prüfen, ob der Wunschberuf tatsächlich passt. Jugendliche, die sich für einen ebenso anspruchsvollen wie krisensicheren Ausbildungsberuf interessieren, können gerne die SHK-Innungsbetriebe kontaktieren und sich um ein Praktikum bewerben. Bild: ZVSHK/txn

Wer als Schüler in die Berufswelt startet, hat meist noch keine konkrete Vorstellung, was sich hinter den einzelnen Ausbildungsberufen verbirgt. Deswegen empfiehlt es sich vor allem für technisch geprägte Berufe aus dem Sanitär-, Heizungs- und Klimabereich, mit einem Schülerpraktikum zu starten. So kann vorher gut getestet werden, ob Wunsch und Wirklichkeit übereinstimmen.

Die vier Lehrberufe im SHK-Handwerk sind sehr unterschiedlich: Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik planen, installieren und warten komplexe Anlagen und Systeme innerhalb der Gebäudetechnik. Dazu gehören komplette Badezimmer ebenso wie Heizungen, Lüftungsanlagen und Solarthermiesysteme. Behälter- und Apparatebauer errichten komplette Anlagen, beispielsweise für die Lebensmittelindustrie. Klempner verarbeiten Metall, meist an Dächern und Fassaden. Und Ofen- und Luftheizungsbauer sind gefragte Spezialisten, wenn es etwa um die Planung und den Bau eines individuellen Kachelofens geht.

Info www.zeitzustarten.de


Sanieren und sparen

Bis zu 45 Prozent Fördermittel

Mit Fördersätzen von bis zu 45 Prozent unterstützt der Staat derzeit Investitionen in den Klimaschutz. Dabei gilt jedoch: Moderne Heizungstechnik kann ihr maximales Effizienzpotenzial nur dann entfalten, wenn alle Systemkomponenten aufeinander abgestimmt sind. Die Innungsfachbetriebe vor Ort sind über den aktuellen Stand der Entwicklung bestens informiert, kennen sich mit Fördermitteln aus und haben vor allem einen umfassenden Überblick über die aktuell verfügbaren und maximal förderfähigen Heizsysteme.
   

Datenschutz