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Uraltes Siedlungsgebiet

Ein historischer Abriss von Vöhringen

01.07.2022
Beim Kinderfest 1952 ließ sich der Kindergarten von der Krönung der englischen Königin Elisabeth II. inspirieren. Bild: Gemeinde Vöhringen

Beim Kinderfest 1952 ließ sich der Kindergarten von der Krönung der englischen Königin Elisabeth II. inspirieren. Bild: Gemeinde Vöhringen

Die Vöhringer Markung ist ein uraltes Siedlungsgebiet. Eine Römerstraße führte von Sulz-Kastell durch Vöhringen über den Hasenbühl nach Lautlingen; ein römischer Gutshof wurde beim Fichtenwäldle angeschnitten. Erstmals geschichtlich erwähnt wurde Vöhringen in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch an der Bergstraße vom19. Mai 772.

Herr über Vöhringen wurde das Geschlecht derer von Teck. Unter ihrer Herrschaft entstand eine Burg auf der Burghalde bei Vöhringen. 1306 kam das Dorf zusammen mit der Herrschaft Rosenfeld an Württemberg. Kirchlich war Vöhringen Filial von Bergfelden. 1463 zur Pfarrei erhoben, erhielt die Gemeinde ein größeres Gotteshaus, St. Peter geweiht, das dann 1773 durch Erweiterung seine heutige Gestalt erhielt. 1534 wurde, wie im ganzen Herzogtum, auch hier die Reformation von Gottesdienst und kirchlicher Ordnung eingeführt und dadurch die Gemeinde über Jahrhunderte geprägt. 1634, mitten im Dreißigjährigen Krieg, wurde Vöhringen mit dem ganzen Mühlbachtal von plündernden Kriegsvölkern heimgesucht.

Auch in den folgenden Jahrzehnten hatte der Ort immer wieder unter Einquartierungen zu leiden, so bei den französischen Raubkriegen und dem anschließenden Spanischen Erbfolgekrieg. 100 Jahre später mussten Vöhringer Bürger mit Napoleon nach Russland marschieren, König Friedrich war 1805 zum Bündnis gezwungen worden. 17 waren ausmarschiert, nur einer kam zurück. Nicht genug des Jammers: 1816/17 herrschte infolge außergewöhnlich schlechter Witterung und dadurch bedingter Missernte schwere Hungersnot. Es war ein froher Tag, als am 8. August 1817 der erste Erntewagen unter Glockengeläute einfuhr, begrüßt von der Schuljugend und Gemeinde mit dem Choral: „Nun danket alle Gott“.

Die Notjahre mit weiteren Missernten und großer Teuerung zwangen in den 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts viele Bürger zur Auswanderung nach Westpreußen, Südrussland und später auch nach Amerika. Bis 1869 suchten dort 92 Vöhringer eine bessere Zukunft.

Im Krieg gegen Preußen auf Seiten Österreichs waren 24 Vöhringer beteiligt, 32 im Krieg gegen Frankreich 1870/71. Alle sind unverwundet wieder heimgekehrt. Schwere Wunden schlugen dagegen der Erste und Zweite Weltkrieg.   
  

DAS PROGRAMM
  

Samstag, 2. Juli Bunter Abend!

Tanzabend in der Tonauhalle mit dem Duo „Nimm zwei“ und abwechslungsreichem Unterhaltungsprogramm unter dem Motto „Aus dem Dorf für das Dorf“.

Mit Sekt- und Cocktail-Bar!

Einlass und Bewirtung ab 18.30 Uhr

19 Uhr Musikverein Vöhringen Programmbeginn: 20 Uhr

Eintritt frei!

Die ganze Dorfgemeinschaft ist eingeladen!

Sonntag, 3. Juli Festsonntag!

10.00 Uhr

Ökumenischer Festgottesdienst der drei christlichen Konfessionen in der Tonauhalle. Musikalische Gestaltung durch das Orchester der neuapostolischen Kirchengemeinde.

11.30 Uhr

Mittagstisch in der Tonauhalle mit dem Musikverein Bergfelden.

13.30 Uhr

Aufstellung zum Festumzug in der Friedrichstraße.

14.00 Uhr

Anschießen des Umzugs durch den Schützenverein (Dorfstraße).

Großer Festumzug mit Kindergarten, Schulen, Vereinen, freien Gruppen, Oldtimern, Landwirtschaft und Musikkapellen (Streckenverlauf siehe Bild oben links).

Nach dem Umzug:

Kaffee und Kuchen sowie Bewirtung in und um die Tonauhalle.

Aufführungen von Schule und Kindergarten, u. a. Spielszene zur Reise nach Lorsch 772.

Spieleprogramm für Kinder um die Tonauhalle durch das EJW „Fun for Kids e. V.“, die Mühlbachkita und die Schlossberghexen.

Musikalischer Ausklang mit dem Musikverein Vöhringen.

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